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Weinviertler Stil
Die Versuche, mittels regionaler biologischer Materialien die gebürsteten und gewachsten Oberflächen zu färben, brachte selbst für Fachleute ein überraschendes Ergebnis: Wunderschöne Farbtöne entstehen durch beizen des Holzes mit Weinviertler Erde, Tegel-Lehm, Rotwein, Nussschnaps, Hollerbeeren oder Zwiebelschalen.
Siehe: Die neue Produktpräsentation
[Beim ersten Mal startet die Präsentation selbstständig]
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Die Applikationen mit jeweils einem Leistenpaar könnte für den Fleiß und die Frömmigkeit der Weinviertler stehen. Beten, arbeiten und zwischendurch Wein trinken ist ein Bild, welches der guten alten Zeit zugeordnet werden kann. Eine spezielle Weinviertler Gemütlichkeit hat sich erhalten. Der Weinviertler Stil ist ein passender Rahmen diese Gemütlichkeit zu pflegen.
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Einiges aus dem die regionale Ausprägung entstand, hört sich äußerst modern an. Doch zwangen eher äußere Umstände die Weinviertler zu diesem speziellen Möbeltypus. Der sparsame Umgang mit Materialien entstammte keiner Öko-Philosophie, sondern einfach der Tatsache, dass hier Leute wohnten, die sparen mussten. Die Leichtigkeit der Möbel hatte noch dazu den Vorteil der Beweglichkeit, denn Feuer, Wasser und Krieg waren oft Gast im Weinviertel. Der sparsame Materialeinsatz erzwang auch eine sehr reduzierte, schlichte Formgebung, welche jedoch nicht auf einige wenige, überlegt eingesetzte schmückende Elemente verzichtet. |
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Die Funktion stand im Vordergrund und so entstanden gebrauchstüchtige Möbel. Diverse Anregungen, welche die einfachen Leute mitnahmen, wenn sie sahen, wie die "Herrschaft" wohnt, sorgten für eine Weiterentwicklung
So wurden vor mehr als 150 Jahren bereits Einrichtungsgegenstände nach modernen Grundsätzen gebaut.
Wer da noch sagt, das Weinviertel hätte keinen "Stil" hervorgebracht, hat sich noch nicht auf die Suche begeben. Sicher ist es einfacher, den von Oberösterreichischen oder Tiroler Tischlern geprägten Wirtshausstil nach Niederösterreich zu bringen, aber ob das so originell ist, aus jedem Heurigen eine "Kopie" einer Autobahnraststätte zu machen, sei zu bezweifeln.
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Wir sollten mehr regionale Identität leben, stolz sein auf das, was wir haben. Die Aufgabe der lokalen Identität ist in der Architektur am sichtbarsten. Fremde Materialien und Formen wirken in der Kombination mit Blauem Portugieser, Grünem Veltliner, unserer Mundart und der Art und Weise, wie wir leben unpassend.
Julia und Polt sind trotz so mancher Landschaftsaufnahme nicht im Weinviertel zuhause, solange nicht die gezeigte regionale Identität auch beim Möbel stimmt.
Gäste sollten optisch wahrnehmen, wo das Weinviertel ist und wir unsere regionale Verbundenheit in dem, was uns umgibt, ausdrücken. |
Siehe auch: Weitere Fotos

Verein KulturTischler Weinviertel · Tel: 02942 / 2372 · Email: office@kulturtischler.at
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